Blizzards Unwort des Jahres: RMAH

Kein anderes Feature in Diablo 3 spaltet die Fangemeinde so in 2 Lager wie das Echtgeldauktionshaus (Real-Money Auction House = RMAH). Auf der einen Seite stehen die Beführworter die in dem Feature höhere Sicherheit für Gold- und Itemkäufe sehen und auf der anderen Seite, ja da stehen die Kritiker die Blizzard, durchaus verständlicher Weise, Profitgier vorwerfen. Doch welche von beiden Seiten hat Recht? Oder gibt es in dieser Frage garkein Recht und Unrecht, sondern es kommt alles auf den Standpunkt an?

Fangen wir damit an, dass es nunmal so ist, das Menschen, die über das nötige Geld verfügen sich gerne für echtes Geld „perfekte“ Ausrüstungsgegenstände kaufen. Dies war schon so in Diablo 2 und ist in Diablo 3 nicht anders, wie diese Ebay-Auktion auch eindrucksvoll zeigt:

Ebay Auktion von Diablo 3 Item

Nun hat Blizzard gegen diese Art des virtuellen Handels nichts einzuwenden, aber wenn man die Möglichkeit hat daran mitzuverdienen, ja, wieso sollte man sie dann nicht ergreifen? Also zieht Blizzard den für mich vollkommen logischen Schluss aus diesen Fakten und bietet den Spielern eine betrugssichere Plattform über die die Itemkäufe laufen können. Doch für diese Sicherheit verlangt Blizzard Geld vom Verkäufer und zwar 1€ pro Item, sowie 15% des Verkaufspreises wenn man sich das Geld auszahlen lassen möchte.

Das sich dies Spezialisten wie MMOGA nicht gefallen lassen ist klar, diese verkaufen ihre Items und ihr Gold weiterhin „face-to-face“, doch für den normalen Spieler wie uns ist das Feature durchaus positiv zu sehen, kann man damit doch mal ein paar Euro Gewinn machen.

Völlig lächerlich finde ich persönlich das Argument vieler Kritiker, die behaupten, man müsse das RMAH benutzen um das Ziel (welches Ziel?) zu erreichen. Zur Erinnerung: Im RMAH werden Items angeboten die als Zufallsdrop beim Spielen gefunden wurden, nicht irgendwelche „Über-Items“. Auch als nicht Nutzer des RMAH hat man die selben Möglichkeiten im Spiel erfolgreich zu sein, auch wenn man vielleicht deutlich mehr Zeit investieren muss.

Im Großen und Ganzen also komme ich zu dem Schluss, dass das RMAH durchaus ein gut gemeintes Angebot von Blizzard ist welches dem normalen Nutzer Sicherheit bieten kann und von großen Firmen ignoriert wird. Das sich Blizzard diesen Service natürlich gut bezahlen lässt ist mehr als Verständlich und logische Konsequenz.