Herzlichen Glückwunsch Blizzard

Meinen vollsten Respekt Blizzard, ihr habt es geschafft den Demonhunter soweit zu nerfen, dass er sogar Probleme in Akt 1 auf Inferno hat. Natürlich nur wenn man keine 5 Millionen Gold hat um sich das passende Startequip zu kaufen, da passende Items grundsätzlich nicht droppen.

Punkte die mich dabei besonders stören werde ich versuchen näher auszuführen.

1. Repkosten:

Klar möchtet ihr verhindern, dass die Spieler Mobs einfach totsterben, aber sind wir doch mal ehrlich: Mein Equip hat etwa einen Wert von 800k bis 1 Million Gold und ich soll jetzt jedesmal wenn es leicht beschädigt (gelb) ist 20k+ Gold bezahlen? Wollt ihr mich eigentlich vollkommen verarschen?

Repkosten

4x sterben? 20k Repkosten!

2. Heilende Mobs:

Gegner sollen anspruchsvoll sein, eventuell stirbt man auch mal an einem Elite-Pack, aber wieso um Himmelswillen heilen sich Mobs wieder auf 100% hoch sobald man den Geist freilässt? Wie genau stellt ihr euch vor, soll man diese Mobgruppen machen? Warten bis sie sich vor absoluter Langweile selbst umbringen wärend man mit roter Ausrüstung tot danebenliegt?

3. Item- und Skillnerfs:

Natürlich war Angriffsgeschwindigkeit für den Demonhunter eines der wichtigsten Attribute! Aber dafuq Blizzard? 50% Nerf? Das sind ja nur mal eben 30% weniger DPS als vorher… Selbiges gilt für den Elementarpfeil, der Skill ist stark, wohl der meistgenutze Skill des Demonhunters. Aber warum ihr alle Möglichkeiten die Spieler erarbeiten, oft auch viel Gold investieren, sofort in Grund und Boden nerft? Das kann ich nur als Contentblock bezeichnen…

Im großen und ganzen bin ich mit meinem Demonhunter im Solo zur Zeit sehr unzufrieden und hoffe, das Blizzard endlich von seinem WoW Trip runterkommt: Den Content künstlich zu strecken, nur um ihn dann, sobald neuer da ist, soweit zu nerfen, dass selbst der hinterletzte Idiot ihn mit verbundenen Augen und nur einer Hand schafft.

Blizzards Unwort des Jahres: RMAH

Kein anderes Feature in Diablo 3 spaltet die Fangemeinde so in 2 Lager wie das Echtgeldauktionshaus (Real-Money Auction House = RMAH). Auf der einen Seite stehen die Beführworter die in dem Feature höhere Sicherheit für Gold- und Itemkäufe sehen und auf der anderen Seite, ja da stehen die Kritiker die Blizzard, durchaus verständlicher Weise, Profitgier vorwerfen. Doch welche von beiden Seiten hat Recht? Oder gibt es in dieser Frage garkein Recht und Unrecht, sondern es kommt alles auf den Standpunkt an?

Fangen wir damit an, dass es nunmal so ist, das Menschen, die über das nötige Geld verfügen sich gerne für echtes Geld „perfekte“ Ausrüstungsgegenstände kaufen. Dies war schon so in Diablo 2 und ist in Diablo 3 nicht anders, wie diese Ebay-Auktion auch eindrucksvoll zeigt:

Ebay Auktion von Diablo 3 Item

Nun hat Blizzard gegen diese Art des virtuellen Handels nichts einzuwenden, aber wenn man die Möglichkeit hat daran mitzuverdienen, ja, wieso sollte man sie dann nicht ergreifen? Also zieht Blizzard den für mich vollkommen logischen Schluss aus diesen Fakten und bietet den Spielern eine betrugssichere Plattform über die die Itemkäufe laufen können. Doch für diese Sicherheit verlangt Blizzard Geld vom Verkäufer und zwar 1€ pro Item, sowie 15% des Verkaufspreises wenn man sich das Geld auszahlen lassen möchte.

Das sich dies Spezialisten wie MMOGA nicht gefallen lassen ist klar, diese verkaufen ihre Items und ihr Gold weiterhin „face-to-face“, doch für den normalen Spieler wie uns ist das Feature durchaus positiv zu sehen, kann man damit doch mal ein paar Euro Gewinn machen.

Völlig lächerlich finde ich persönlich das Argument vieler Kritiker, die behaupten, man müsse das RMAH benutzen um das Ziel (welches Ziel?) zu erreichen. Zur Erinnerung: Im RMAH werden Items angeboten die als Zufallsdrop beim Spielen gefunden wurden, nicht irgendwelche „Über-Items“. Auch als nicht Nutzer des RMAH hat man die selben Möglichkeiten im Spiel erfolgreich zu sein, auch wenn man vielleicht deutlich mehr Zeit investieren muss.

Im Großen und Ganzen also komme ich zu dem Schluss, dass das RMAH durchaus ein gut gemeintes Angebot von Blizzard ist welches dem normalen Nutzer Sicherheit bieten kann und von großen Firmen ignoriert wird. Das sich Blizzard diesen Service natürlich gut bezahlen lässt ist mehr als Verständlich und logische Konsequenz.

Warum lernt Blizzard nicht aus Fehlern oder Diablo 2 reloaded

Wie am Titel schon zu erkennen ist, geht es in diesem Beitrag um einen Fehler den Blizzard in Diablo 2 gemacht hat und deutlich erkennbar auch in Diablo 3 wiederholt hat. Dabei ist dieser Artikel rein objektiv geschrieben und manch Anderer mag anderer Meinung sein.

Nun, bei Diablo 2 setzte Blizzard das Maximallevel auf 99 ohne jedoch davon auszugehen, dass es tatsächlich Spieler gibt die diese Stufe erreichen, denn von Stufe 98 auf 99 konnte man schonmal 3 Monate einplanen wenn man auch etwas anderes machen wollte als zocken. Gut man muss Blizzard lassen mit moderaten 60 Leveln in Diablo 3 haben sie das erheblich verkürzt. Jetzt braucht man, selbst als Casual, keinen Monat mehr um auf Level 60 zu kommen.

Doch kommen wir nun zum springenden Punkt, dem effektiven Erreichen vom Maximallevel. In Diablo 2 war es so, um den maximalen Level zu erreichen war man Farmen. 6 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, monatelang, oft sogar jahrelang. Nun wer hätte es gedacht, Farmen ist auch die schnellste Methode um in Diablo 3 den maximalen Level zu erreichen und nebenbei, ja nebenbei bekommt man dabei auch noch viel Gold.

Ist man eine größere Gruppe farmt man den Zoltun Kull und kann damit innerhalb von weniger als einer Stunde die Maximalstufe erreichen. Ist man alleine wendet man sich dem lächerlichsten Encounter zu den Blizzard in Diablo 3 eingebaut hat: Magdha. Dieser Boss ist selbst mit blau-gelbem-Guffelgear schon auf Stufe 30 auf Alptraum bezwingbar. Zur Erinnerung: Normalerweise sollte man sich zu diesem Zeitpunkt mit dem Skelettkönig prügeln. Nun ist es allerdings so, dass dieser kleine Abschnitt des Spiels pro 5-10 Minütigem Run etwa 100.000-150.000 EP und 5.000-10.000 Gold bringt, wieso Blizzard, wieso sollte man sich also durch nervige Kerker prügeln wenn man auch einfach Brain-AFK den immer gleich aufgebauten Abschnitt farmen kann?

Schon bei Diablo 2 lagt das Problem aka „Baal-Runs“ daran, dass der Spieler zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem Akt in eine Quest einsteigen konnte. Man kann sich also von einem Kumpel die Quest öffnen lassen und dieser kann danach wieder seiner Wege ziehen. In Diablo 3 ist dies nicht anders, doch der Lösungsansatz ist eigentlich ganz einfach: Man darf nur zu Beginn eines Aktes einsteigen bzw an dem Punkt weitermachen an dem man aufgehört hat. Mit dieser Methode ist das „Quest-Hopping“ effektiv unterbunden und man ist gezwungen das Spiel auch tatsächlich mehrmals durchzuspielen um zum Maximallevel zu kommen.

Jetzt dürft ihr mich gerne in den Kommentaren zerreissen, flamen und als k4ckN00b bezeichnen, aber ich wollte einfach mal meine Sicht der Dinge niederschreiben.

Diablo 3 - Magdha

Farmrun Nr. 2874