Warum Patriotismus (nicht) böse ist

In den vergangenen Tagen kochte im Internet und in den offline Medien das Thema „Patriotismus“ wieder extrem hoch. Bei vielen dieser Beiträgen kommt mir persönlich die Galle hoch. Was manche Menschen unter dem Deckmantel des Journalismus für eine uninformierte und gequirlte Scheiße von sich geben spottet jeder Beschreibung.

Ich habe mir viele dieser Beiträge durchgelesen und konnte einen ganz wichtigen Fehler in 99% der Artikel feststellen: Patriotismus versus Nationalismus

Betrachten wir und als erstes mal die Definition von Patriotismus:

Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet. […] Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und Chauvinismus unterschieden, insofern Patrioten sich mit dem eigenen Land und Volk identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten.

Der letzte Teil des zweiten Satzes ist dabei besonders wichtig: „ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten“. Denn dies unterscheidet den Patriotismus vom Nationalismus.

Leider ist es in Deutschland so, dass es in einem Großteil der Gesellschaft immer noch verpönt ist stolz darauf zu sein Deutscher zu sein und, Gott bewahre, das auch noch offen zuzugeben. Dabei ist Patriotismus nichts böses, ist er doch in allen Ländern der Welt vorhanden. Schauen wir uns mal die Franzosen oder die US-Amerikaner an, die leben ihren Patriotismus aus.

Wir Deutschen dürfen unseren Nationalstolz nur alle 2 Jahre zeigen, wenn wieder Zeit ist gemeinsam Fussball zu schauen. Dort dann aber in einer solch übertriebenen Form, dass man ganz genau merkt, das etwas im Argen liegt.

Meine Großeltern waren im Krieg Kinder, meine Eltern wurden danach geboren und ich möchte endlich das Recht haben mich nicht mehr schuldig zu fühlen!

Dieses Zitat, ich weiß nicht mehr von wem es stammt, drückt so haargenau das aus was ich mir denke. Meine Generation ist so weit weg vom Krieg und soll sich trotzdem immer noch für die Vergangenheit schämen. Dabei sind wir Deutschen in der Welt sehr beliebt und gern gesehe Zeitgenossen wie viele Studien in der Vergangenheit bereits gezeigt haben.

Deshalb fordere ich ein allgemeines Umdenken: Versteckt euch nicht hinter der Vergangenheit sondern zeigt, dass ihr Stolz darauf seid, was Deutschland heute für einen wichtigen Stellenwert hat und lasst euch nicht einreden, ihr wärt Nazis nur weil ihr eben jenes tut.