Diablo 3: Magiefund-Paradoxon – Warum mehr MF unglücklich macht

Viel zu oft lese ich in letzter Zeit, dass in Diablo 3 einfach nur Mist droppt. Doch schaue ich mir dann die Profile der entsprechenden Spieler an, fällt mir eine Gemeinsamkeit auf: Alle haben sehr hohe Magiefund-Werte. Doch wie komme ich jetzt daraus zu dem Schluss, dass mehr MF unglücklich macht?

Es ist nunmal so, dass in Diablo 3 qualitativ sehr unterschiedliche Gegenstände droppen und zwar unabhängig vom MF-Wert. Viele Spieler scheinen aber nun dem Trugschluss aufgesessen zu sein, das mehr MF bessere Beute bedeutet. Dies ist aber keineswegs so! Mehr MF erhöht nur die Menge der Beute!

Gehen wir mal anschaulich davon aus, dass wenn 10 Items droppen davon eines sehr gut ist. Hat man nun einen sehr hohen MF-Wert droppen 100 solcher Items, wovon aber nur 10 gut sind. Also ist man enttäuscht, obwohl gute Items gedroppt sind. Hat man einen niedrigen MF-Wert droppen 20 solcher Items, davon sind 2 gut. Obwohl beide Spieler prozentual gleich viele gute Items gefunden haben, freut sich der Spieler mit der niedrigeren MF deutlich mehr über seine Beute wie der Spieler mit hohem MF-Wert da er weniger schlechte Items gefunden hat.

Die Spieler vergleichen also nicht die Anzahl der guten gefundenen Items, sondern immer nur die Anzahl der schlechten Items. Davon hat der Spieler mit dem hohem MF-Wert natürlich deutlich mehr.

Das Unglücklich sein entsteht also im Kopf, Real gibt es dafür selten einen Grund.

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