Blizzard ist scheiße und deine Meinung interessiert mich nicht!

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Achtung, der folgende Beitrag beinhaltet eigene Meinung und sollte deshalb nur von Personen gelesen werden die damit klarkommen. Jegliche Flames in den Kommentaren werden nicht freigegeben, also spart euch die Mühe. Konstruktive Diskussionen sind hingegen gerne gesehen.

Wer kennt sie nicht die Blizzard-Fanboys die alles glauben was Blizzard sagt und jeden flamen der anderer Meinung ist…

Doch halt, diese Personen sind gar nicht so häufig vertreten. Viel häufiger tritt in letzter Zeit das gegensätzliche Extrem auf. Da mir diese Personen, um es mal deutlich zu formulieren, tierisch auf den Sack gehen werde ich im Folgenden einige Dinge darlegen und vielleicht einige der Personen zum Nachdenken anregen. Beginnen wir in der guten alten Zeit als Blizzard zwar schon bekannt war, aber noch lange nicht den Bekanntheitsgrad hatte den es heute vorweisen kann.

Am 23. November 2004 wird World of Warcraft in Nordamerika, Australien und Neuseeland veröffentlicht und soll sich in den kommenden Jahren zum bekanntesten und meistgespielten MMO weltweit entwickeln. Alleine am ersten Tag seiner Veröffentlichung bricht es sämtliche Verkaufsrekorde und läutet eine glorreiche Zeit ein.

Viele Leser die auf diesen Artikel stoßen werden haben World of Warcraft gespielt, manche spielen es noch immer und einige werden es auch in 2 Jahren noch spielen. World of Warcraft war kein besonders gutes Spiel als es erschien, aber es hatte einen entscheidenden Vorteil: Es war innovativ. Klar gab es auch vorher schon MMOs, doch Blizzard hatte es geschafft ein Spiel zu schaffen das alle guten Elemente aus den bisherigen Spielen benutzte und sie um eigene geniale Ideen erweitert. So gelang es ihnen Millionen von Spielern an die Bildschirme zu fesseln.

Die Jahre vergingen und viele Spieler hörten auf mit World of Warcraft, es war nicht mehr wie es früher war. Es wurde wie viele später sagen werden zu „Casual lastig“. Doch das Spiel starb nicht wie andere Titel deren alte Spieler aufhörten es kamen neue Spieler dazu, Spieler die genau das an World of Warcraft schätzten was alte Hasen verteufelten.

Schauen wir auf den 7. Dezember 2010, 6 Jahre nach der Veröffentlichung von World of Warcraft wird die dritte Erweiterung „Cataclysm“ veröffentlicht und verkauft sich in den ersten 24 Stunden 3,3 Millionen mal. Eine beeindruckende Zahl wenn man bedenkt wie viele Leute zu dieser Zeit World of Warcraft schon den Rücken zugedreht haben. Doch auch diese Verkaufszahl sollte noch getoppt werden und zwar von einem Spiel das von vielen später als der Niedergang Blizzards bezeichnet werden wird. Sage und schreibe 3,5 Millionen mal verkaufte sich Diablo III innerhalb der ersten 24 Stunden. Der Andrang auf die Server war so groß, dass diese prompt in die Knie gingen und mehrere Tage das Spielen nur sehr eingeschränkt möglich war.

Am Ende der ersten Verkaufswoche lag die Zahl der aktiven Spieler auf 6,3 Millionen und machte damit fast schon World of Warcraft Konkurrenz. Im Verlauf der folgenden 2 Monate sank die um etwa 2/3 womit das Spiel immer noch von mehr als 2 Millionen Spielern weltweit aktiv gespielt wurde.

Ich habe Diablo III nach Release mehrere Monate sehr häufig gespielt und auf meinem Account etwa 200 Spielstunden angesammelt, danach wendete ich mich wieder anderen Titeln zu da Diablo III einfach nicht so motivierend war wie das mit Diablo II damals der Fall gewesen war. Doch ich war keinesfalls unzufrieden, hatte ich doch für meine 90€ teure Collectors Edition mehrere Monate Spielspaß erlebt. So viel Zeit wie mich seit World of Warcraft kein anderes Spiel mehr gekostet hatte.

Doch nicht alle waren so zufrieden wie ich: Spieler mit Accounts die weit über 500 Spielstunden aufweisen beschweren sich noch heute auf vielen Kanälen, das Diablo III das schlechteste Spiel sei das Blizzard jemals veröffentlicht hat. Irgendwie kann ich dieser Aussage wenig glauben schenken mit dem Wissen wie viel Zeit der Spieler in das Spiel gesteckt hat.

Für die Erweiterung des Spiels „Reaper of Souls“ veränderte Blizzard vieles an Diablo III. Hauptsächlich waren dies Dinge die Spieler genau so gefordert hatten und auch notwendig waren. Trotzdem waren die Spieler weit weniger gehyped vor der Veröffentlichung des Addons und das tat meiner Meinung nach dem Spiel auch gut.

Pünktlich um 00:00 Uhr am Veröffentlichungstag wurde der neue Inhalt freigeschaltet und wir starteten voller Vorfreude in den neuen Akt. Alles lief reibungslos ab, die Server hielten und das bei über 2,7 Millionen verkauften Exemplaren in der ersten Woche. Mittlerweile haben viele Spieler wieder aufgehört, aber das ist auch nicht schlimm, denn sie hatten für 30€ ihre 50+ Stunden Spaß.

Ich selbst habe bisher etwa 300 Stunden in Reaper of Souls investiert und freue mich auf aktuelle und kommende Patches und werde dieses Mal definitiv länger dabei bleiben als beim Hauptspiel.

Ich habe jetzt sehr weit ausgeholt um zu diesem Punkt zu kommen: Blizzard ist nicht scheiße. Blizzard veröffentlicht hervorragende Spiele die viele Millionen Spieler vor den Rechner fesseln und nur weil dir etwas nicht gefällt heißt das nicht, das Andere das genau so sehen müssen. Deshalb bitte ich dich nur um eines: Wenn du Blizzard nicht magst, dann ignoriere doch einfach alles was damit zu tun hat. Das wäre allenfalls besser als das was du aktuell machst: Jeden der irgendwas positives zu Blizzard sagt, flamen und beleidigen. Auch wenn du von Dingen enttäuscht wurdest, schraube deine Erwartungen zurück und betrachte etwas neutral: Ich bin sicher es würde dir gefallen.

tl;tr

Nüchtern betrachtet macht Blizzard gute Spiele, deshalb sollte jeder neutral dazu stehen und anderen nicht den Spaß daran verderben, sondern sich selbst vielleicht mal mehr damit beschäftigen.

Internet in a nutshell

Ich habe gestern zufällig die Frage eines Users auf dem Profil einer Internetpersönlichkeit gelesen. Die Frage stand bereits seit über ner Stunde im Raum, also beantwortete ich sie korrekt.

Daraufhin begann der User mich zu flamen, wie ich mich erdreisten könnte die Frage zu beantworten.

Ich fragte ihn daraufhin freundlich, was eigentlich sein Problem sei, da ich nur versucht habe zu helfen.

Und was mach „Mister Rote Grütze“ anstatt es jetzt gut sein zu lassen? Fängt an mich zu beleidigen und als „aufmerksamkeitsgeil“ zu bezeichnen.

Internet in a nutshell!

Why more time in internet makes my penis grow

So, für all die Leute, die sich nach dem Lesen der Überschrift noch dazu entschieden haben der Kolumne eine Chance zu geben möchte ich kurz umreißen worum es heute gehen wird.

Das Internet hat einen Faktor, der es stark vom echtem Leben unterscheidet: Die Anonymität. Diese hat sowohl Vor- als auch Nachteile, doch diese möchte ich hier garnicht beleuchten. Heute geht es darum, welchen Einfluss diese Anonymität auf die Selbstwahrnehmung bzw Selbstdarstellung im Internet hat.

Es ist extrem schwer im Internet zu sagen: „Das bin ich!“. Denn dein Gegenüber hat es eher schwer zu erkennen, was „das“ denn eigentlich sein soll. Deshalb bedienen wir uns im Internet einer Wertungsmethode, die sich Vergleich nennt. Wir vergleichen die „Leistungen“ eines Gegenübers immer mit den unseren oder denen einer „großen“ Internet-Persönlichkeit. So können wir uns sehr schnell ein eigenes „Internet-Bild“ zeichnen und den anderen einschätzen.

Doch diese Methode beinhaltet 2 Dinge die sehr kritisch zu sehen sind:

  1. Da wir uns und andere über einen Vergleich definieren und ein solcher Vergleich in fast allen Fällen ein wertender Vergleich ist, haben wir bereits zu Beginn unserer Bekanntschaft einen festen Eindruck unseres Gegenübers bevor dieser sich selbst Vorstellen konnte. Ein wertender Vergleich heißt in diesem Fall, dass wir uns in unserem Hirn abspeichern, bei welcher Sache unser Gegenüber besser oder schlechter als eine andere Person ist. Wir haben also keine Liste von Fähigkeiten, sondern eine Liste von „besser“ und „schlechter“.
  2. Wir definieren uns selbst in dieser Welt der Vergleiche natürlich gerne besonders gut und wie wir bei Punkt 1 gelernt haben, tun wir dies indem wir in möglichst vielen Dingen punkten können. Wenn wir uns also im Internet positiv darstellen wollen, müssen wir viele Fähigkeiten in uns vereinen. Optimalerweise natürlich noch jede einzelne davon bis zur Perfektion um möglichst gegen jeden Vergleichswert ein „besser“ zu erhalten.

Doch wie stellen wir im Internet Leistungen da? Natürlich können wir sagen: „Ich bin besonderst gut in HTML, PHP und Javascript“ und als Beweis eine von uns entworfene Website anhängen. Doch dies sind nicht die wirklichen Aushängeschilder unserer Generation, wir definieren und sehr häufig über „Erfolgspunkte“.

Schon wieder ein neuer Begriff, „Erfolgspunkte“, doch ist dieser Begriff wirklich neu? Nein, ich denke jeder der im Internet spielt, hat diesen Begriff schon gesehen, gehört oder selbst benutzt. Er beschreibt einen vom Spieleentwickler festgelegten Wert der für bestimmte „Errungenschaften“ vergeben wird. Dies führt dazu, viele Spieler wenn sie sich in einem Spiel gut darstellen wollen möglichst viele und hochwertige Erfolge vorweisen wollen.

Ein klassisches Beispiel früherer Tage:

Am Rande des Wahnsinns

Eine weitere Methode des Vergleiches innerhalb solcher Spiele ist die Nutzung eines Penismet….ähm…Damagemeters. Grundsätzlich geht der überzeugte Gedanke um: „Wer im Damagemeter vor mir ist, ist ein Hartz-IV Empfänger und jeder hinter mir ist ein verkackter Noob der sowieso schonmal keine Ahnung von dem Spiel hat“ (Frei nach Barlow).

Doch wieso schreib ich das eigentlich alles? Nunja, dies hat einen einfachen Grund. Diese Fähigkeiten, sind keine Dige für die man Talent braucht oder Übung oder was auch immer. Das einzige was man dafür braucht ist: Zeit.

Wer die meiste Zeit in ein Spiel steckt ist am „Erfolgreichsten“ darin. (<- These ;)) Dies ist eigentlich nichts schlechtes ansich, es wird erst dadurch kritisch, dass alle die weniger Zeit investieren als "schlechter" dargestellt werden.

Warum ich „World of Warcraft“ hasse!

Als ich vor einigen Tagen hörte, dass man RIFT ganz umsonst und unbegrenzt spielen darf, lud ich mir sofort den Client herunter und stürzte mich in das Abenteuer. Schnell war mein Magier erstellt und bereit die Welt von Telera zu erobern. Ich lernte nette Leute kennen, Questete vor mich hin und machte PvP. Es machte mir Spaß und ich verbrachte bisher mehr als 20h Ingame.

Doch das schöne Gefühl wird immer wieder und mit erstaunlicher Regelmäßigkeit getrübt. Einige Beispiele wie solche Momente anfangen können:

  • Gibt es hier denn auch xy?
  • In WoW ist xy aber besser?
  • Xy ist hier viel besser als in WoW

Ganz findige Zeitgenossen haben sicherlich schon rausgefunden worum es geht.

Mehrmals pro Tag findet immer wieder die selbe Diskussion im Chat statt. Wobei Diskussion das falsche Wort ist, ich würde soweit gehen und es WoW-gebashe nennen. Die Leute versuchen verzweifelt sich so weit wie möglich von diesem „Drecks-Spiel“ zu distanzieren. Doch es gibt auch die Gegenpartei, nämlich die Leute die WoW in den Himmel loben und sagen wie viel geiler es dort ist. Eine typische Antwort der Basher darauf ist dann: „Dann geh doch mit deinen Pandas spielen!!drölf“. Ich verwette viel Geld darauf, das 90% der Leute die das schreiben MoP niemals gespielt haben.

Gerne wird von den „Pushern“ auch angeführt, dass WoW das ERSTE!! MMORPG ist und RIFT sowieso nur alles geklaut hat. Diese Aussage ist schlichtweg falsch: WoW ist ganz sicher das kommerziell erfolgreichste MMORPG, aber nicht das Erste. Und der andere Punkt: „Besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht.“ Und RIFT hat wirklich die besten Dinge aus allen MMOs zusammengepackt.

Mein eigentliches Problem an dieser ganzen Sache ist, dass diese Diskussion vollkommen inhaltslos, sinnlos UND ergebnislos ist. Es wird immer die Leute geben, die nicht mit ihrer WoW Vergangenheit klarkommen und andere „fertigmachen“ wollen, wenn diese sagen, dass WoW eigentlich ganz gut ist. Und dann wird es immer die Leute geben, die Blizzard sowieso alles glauben und auch ihr Addon kaufen würden wenn es keinerlei Content beinhalten würde.

Ich bitte also alle Spieler sämtlicher MMOs da draußen: Hört auf alles mit WoW zu vergleichen. Gönnt doch bitte den Leuten, die einfach nur Spaß haben wollen, ebendiesen und kommt endlich mal damit klar, dass euch WoW nunmal verdammt viel Spaß gemacht hat und ihr diese Erfahrung gerne wiederholen würdet.

Diablo 3: Magiefund-Paradoxon – Warum mehr MF unglücklich macht

Viel zu oft lese ich in letzter Zeit, dass in Diablo 3 einfach nur Mist droppt. Doch schaue ich mir dann die Profile der entsprechenden Spieler an, fällt mir eine Gemeinsamkeit auf: Alle haben sehr hohe Magiefund-Werte. Doch wie komme ich jetzt daraus zu dem Schluss, dass mehr MF unglücklich macht?

Es ist nunmal so, dass in Diablo 3 qualitativ sehr unterschiedliche Gegenstände droppen und zwar unabhängig vom MF-Wert. Viele Spieler scheinen aber nun dem Trugschluss aufgesessen zu sein, das mehr MF bessere Beute bedeutet. Dies ist aber keineswegs so! Mehr MF erhöht nur die Menge der Beute!

Gehen wir mal anschaulich davon aus, dass wenn 10 Items droppen davon eines sehr gut ist. Hat man nun einen sehr hohen MF-Wert droppen 100 solcher Items, wovon aber nur 10 gut sind. Also ist man enttäuscht, obwohl gute Items gedroppt sind. Hat man einen niedrigen MF-Wert droppen 20 solcher Items, davon sind 2 gut. Obwohl beide Spieler prozentual gleich viele gute Items gefunden haben, freut sich der Spieler mit der niedrigeren MF deutlich mehr über seine Beute wie der Spieler mit hohem MF-Wert da er weniger schlechte Items gefunden hat.

Die Spieler vergleichen also nicht die Anzahl der guten gefundenen Items, sondern immer nur die Anzahl der schlechten Items. Davon hat der Spieler mit dem hohem MF-Wert natürlich deutlich mehr.

Das Unglücklich sein entsteht also im Kopf, Real gibt es dafür selten einen Grund.

Herzlichen Glückwunsch Blizzard

Meinen vollsten Respekt Blizzard, ihr habt es geschafft den Demonhunter soweit zu nerfen, dass er sogar Probleme in Akt 1 auf Inferno hat. Natürlich nur wenn man keine 5 Millionen Gold hat um sich das passende Startequip zu kaufen, da passende Items grundsätzlich nicht droppen.

Punkte die mich dabei besonders stören werde ich versuchen näher auszuführen.

1. Repkosten:

Klar möchtet ihr verhindern, dass die Spieler Mobs einfach totsterben, aber sind wir doch mal ehrlich: Mein Equip hat etwa einen Wert von 800k bis 1 Million Gold und ich soll jetzt jedesmal wenn es leicht beschädigt (gelb) ist 20k+ Gold bezahlen? Wollt ihr mich eigentlich vollkommen verarschen?

Repkosten

4x sterben? 20k Repkosten!

2. Heilende Mobs:

Gegner sollen anspruchsvoll sein, eventuell stirbt man auch mal an einem Elite-Pack, aber wieso um Himmelswillen heilen sich Mobs wieder auf 100% hoch sobald man den Geist freilässt? Wie genau stellt ihr euch vor, soll man diese Mobgruppen machen? Warten bis sie sich vor absoluter Langweile selbst umbringen wärend man mit roter Ausrüstung tot danebenliegt?

3. Item- und Skillnerfs:

Natürlich war Angriffsgeschwindigkeit für den Demonhunter eines der wichtigsten Attribute! Aber dafuq Blizzard? 50% Nerf? Das sind ja nur mal eben 30% weniger DPS als vorher… Selbiges gilt für den Elementarpfeil, der Skill ist stark, wohl der meistgenutze Skill des Demonhunters. Aber warum ihr alle Möglichkeiten die Spieler erarbeiten, oft auch viel Gold investieren, sofort in Grund und Boden nerft? Das kann ich nur als Contentblock bezeichnen…

Im großen und ganzen bin ich mit meinem Demonhunter im Solo zur Zeit sehr unzufrieden und hoffe, das Blizzard endlich von seinem WoW Trip runterkommt: Den Content künstlich zu strecken, nur um ihn dann, sobald neuer da ist, soweit zu nerfen, dass selbst der hinterletzte Idiot ihn mit verbundenen Augen und nur einer Hand schafft.

Blizzards Unwort des Jahres: RMAH

Kein anderes Feature in Diablo 3 spaltet die Fangemeinde so in 2 Lager wie das Echtgeldauktionshaus (Real-Money Auction House = RMAH). Auf der einen Seite stehen die Beführworter die in dem Feature höhere Sicherheit für Gold- und Itemkäufe sehen und auf der anderen Seite, ja da stehen die Kritiker die Blizzard, durchaus verständlicher Weise, Profitgier vorwerfen. Doch welche von beiden Seiten hat Recht? Oder gibt es in dieser Frage garkein Recht und Unrecht, sondern es kommt alles auf den Standpunkt an?

Fangen wir damit an, dass es nunmal so ist, das Menschen, die über das nötige Geld verfügen sich gerne für echtes Geld „perfekte“ Ausrüstungsgegenstände kaufen. Dies war schon so in Diablo 2 und ist in Diablo 3 nicht anders, wie diese Ebay-Auktion auch eindrucksvoll zeigt:

Ebay Auktion von Diablo 3 Item

Nun hat Blizzard gegen diese Art des virtuellen Handels nichts einzuwenden, aber wenn man die Möglichkeit hat daran mitzuverdienen, ja, wieso sollte man sie dann nicht ergreifen? Also zieht Blizzard den für mich vollkommen logischen Schluss aus diesen Fakten und bietet den Spielern eine betrugssichere Plattform über die die Itemkäufe laufen können. Doch für diese Sicherheit verlangt Blizzard Geld vom Verkäufer und zwar 1€ pro Item, sowie 15% des Verkaufspreises wenn man sich das Geld auszahlen lassen möchte.

Das sich dies Spezialisten wie MMOGA nicht gefallen lassen ist klar, diese verkaufen ihre Items und ihr Gold weiterhin „face-to-face“, doch für den normalen Spieler wie uns ist das Feature durchaus positiv zu sehen, kann man damit doch mal ein paar Euro Gewinn machen.

Völlig lächerlich finde ich persönlich das Argument vieler Kritiker, die behaupten, man müsse das RMAH benutzen um das Ziel (welches Ziel?) zu erreichen. Zur Erinnerung: Im RMAH werden Items angeboten die als Zufallsdrop beim Spielen gefunden wurden, nicht irgendwelche „Über-Items“. Auch als nicht Nutzer des RMAH hat man die selben Möglichkeiten im Spiel erfolgreich zu sein, auch wenn man vielleicht deutlich mehr Zeit investieren muss.

Im Großen und Ganzen also komme ich zu dem Schluss, dass das RMAH durchaus ein gut gemeintes Angebot von Blizzard ist welches dem normalen Nutzer Sicherheit bieten kann und von großen Firmen ignoriert wird. Das sich Blizzard diesen Service natürlich gut bezahlen lässt ist mehr als Verständlich und logische Konsequenz.

Warum lernt Blizzard nicht aus Fehlern oder Diablo 2 reloaded

Wie am Titel schon zu erkennen ist, geht es in diesem Beitrag um einen Fehler den Blizzard in Diablo 2 gemacht hat und deutlich erkennbar auch in Diablo 3 wiederholt hat. Dabei ist dieser Artikel rein objektiv geschrieben und manch Anderer mag anderer Meinung sein.

Nun, bei Diablo 2 setzte Blizzard das Maximallevel auf 99 ohne jedoch davon auszugehen, dass es tatsächlich Spieler gibt die diese Stufe erreichen, denn von Stufe 98 auf 99 konnte man schonmal 3 Monate einplanen wenn man auch etwas anderes machen wollte als zocken. Gut man muss Blizzard lassen mit moderaten 60 Leveln in Diablo 3 haben sie das erheblich verkürzt. Jetzt braucht man, selbst als Casual, keinen Monat mehr um auf Level 60 zu kommen.

Doch kommen wir nun zum springenden Punkt, dem effektiven Erreichen vom Maximallevel. In Diablo 2 war es so, um den maximalen Level zu erreichen war man Farmen. 6 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, monatelang, oft sogar jahrelang. Nun wer hätte es gedacht, Farmen ist auch die schnellste Methode um in Diablo 3 den maximalen Level zu erreichen und nebenbei, ja nebenbei bekommt man dabei auch noch viel Gold.

Ist man eine größere Gruppe farmt man den Zoltun Kull und kann damit innerhalb von weniger als einer Stunde die Maximalstufe erreichen. Ist man alleine wendet man sich dem lächerlichsten Encounter zu den Blizzard in Diablo 3 eingebaut hat: Magdha. Dieser Boss ist selbst mit blau-gelbem-Guffelgear schon auf Stufe 30 auf Alptraum bezwingbar. Zur Erinnerung: Normalerweise sollte man sich zu diesem Zeitpunkt mit dem Skelettkönig prügeln. Nun ist es allerdings so, dass dieser kleine Abschnitt des Spiels pro 5-10 Minütigem Run etwa 100.000-150.000 EP und 5.000-10.000 Gold bringt, wieso Blizzard, wieso sollte man sich also durch nervige Kerker prügeln wenn man auch einfach Brain-AFK den immer gleich aufgebauten Abschnitt farmen kann?

Schon bei Diablo 2 lagt das Problem aka „Baal-Runs“ daran, dass der Spieler zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem Akt in eine Quest einsteigen konnte. Man kann sich also von einem Kumpel die Quest öffnen lassen und dieser kann danach wieder seiner Wege ziehen. In Diablo 3 ist dies nicht anders, doch der Lösungsansatz ist eigentlich ganz einfach: Man darf nur zu Beginn eines Aktes einsteigen bzw an dem Punkt weitermachen an dem man aufgehört hat. Mit dieser Methode ist das „Quest-Hopping“ effektiv unterbunden und man ist gezwungen das Spiel auch tatsächlich mehrmals durchzuspielen um zum Maximallevel zu kommen.

Jetzt dürft ihr mich gerne in den Kommentaren zerreissen, flamen und als k4ckN00b bezeichnen, aber ich wollte einfach mal meine Sicht der Dinge niederschreiben.

Diablo 3 - Magdha

Farmrun Nr. 2874